Rosenlust |
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Rosensymbolik, die Rose im Volksbrauchtum, Alchemie,
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In der Alchemie (Alchimie)
galt die Rose als flos sapientiae, als Blume der Weisheit und als
Bild des klaren Geistes.
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Die Rose ist in vielen Wappen enthalten
- hier klicken, hier oder hier Lippische Rose. Das Wappen Finnlands schmücken neun Rosen. Das Tudor-Wappen (siehe Foto) ist wohl das bekannteste Rosenwappen.
Auch Martin Luther wählte die Rose für sein Wappen - siehe
"Lutherrose". |
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Im Christentum ließen mystischen Schwärmereien über das rosenfarbene Blut Christi bald Blut und Rose in Wechselbeziehung treten und das Christentum entwickelte seine eigene Rosensymbolik. Auf christlichen Gräbern in den Katakomben findet man Blumen- und Rosendarstellungen als Zeichen der Paradieses- und Auferstehungshoffnung.
Die alten Kulte wurden im neuen Gewand aufgenommen; alle Attribute und selbst einzelne Mythen von der Aphrodite gingen auf die Jungfrau Maria, die Gottesmutter über So hat die Rose als Sinnbild der Gottesmutter ihren festen Platz in der Ikonographie, bekannt auch die für die gotischen Kathedralen gefertigten großen Glasfensterrosen, die den strahlenförmig angeordneten Blättern der Blüten nachgebildet waren (Rosetten).
Man " heiligte" die Rose (gegenüer dem heidnischen Brauchtum) als Sinnbild Mariens (Sixtinische Madonna, Madonna / Maria im Rosenhag)). Maria wird durch die dornenlose Rose als Immaculata und frei von der Erbsünde ausgezeichnet. Die weiße Rose gilt als Symbol ihrer Jungfräulichkeit Marias, während die rote Rose mit der Anteilnahme Marias an der Passion ihres Sohnes und dem Blut Christi assoziiert wird. Die Fünfzahl an Rosen soll auf die fünf Wunden des Heilands hinweisen. Der Rosenkranz, eine Gebetsschnur oder Kette der Katholiken, begleitete das Gebet der Gläubigen und setzte dieses mit der Entfaltung der Rose gleich ("Rosenkranzmadonna" Rosenhagmadonna, Maria als Rosenkranzkönigin). Die Glieder des Rosenkranzes bestanden angeblich früher aus Rosenhagebutten. Die Gottesmutter Maria wurde als "Rose ohne Dornen" bezeichnet, als die "Rose des Paradieses". Der Rosenkranz drückt als christliches Gebet noch heute die Hochachtung vor dieser Blume aus. Das Rosenkranzfest wird am 7. 10. gefeiert. Ausführliche Abhandlung über den Rosenkranz
Die „Goldene Rose“ stellte eine päpstliche Auszeichnung für Verdienste um die Kirche dar.
Gläubige benutzten angeblich die Rose, um sich vor dem Einfluß des Teufels zu schützen.
"Ach Mutter, ich bin im Rosengarten gewesen,
da hab ich mir einen Dorn in den Fuß getreten."
"Jawohl - wohl einen Dorn in den linken Fuß,
davon du dreiviertel Jahr hinken mußt."
Da weinte das Mädchen sehre.
(Volksmund)
"Krone, Brot und Rosen“ - unter diesen drei Begriffen wird das Leben und Wirken der Heiligen Elisabeth von Thüringen, einer der bedeutendsten Frauen des Mittelalters, oft zusammengefaßt.
Die Rosette (französisch für kleine Rose) bezeichnet in der Architektur ein häufig recht großes, in der Regel über dem Portal angeordnetes, kreisrundes Fenster zumeist gotischer Kirchen oder Synagogen bzw. die auf Wänden als Dekoration angebrachte Stuckrosette symbolisiert mit der Rose die Vollkommenheit der sich nach allen Seiten verbreitenden Liebe des Göttlichen.
Plinius, der Ältere empfahl den Schlafapfel der Hundrose gegen Kahlköpfigkeit.
Heute, 24.09.00, gegen 08.00 Uhr, beobachtete
ich aus ca. 20 m Entfernung ein ad. Kleinspechtweibchen wie es ca. 10 bis
15 Minuten einen, von einer Rosengallwespe (Diplolepis rosae) erzeugten,
Schlafapfel (moosartige Galle an Wildrosen, auch Bedeguare oder Rosenschwamm
genannt) bearbeitete. Die 6 bis 7 cm dicke Galle (später nachgemessen)
wurde zuerst von der Seite und dann von oben geöffnet. Welche Ausdauer
und Energie das Spechtweibchen dabei aufwendete war beeindruckend. Durch
mein Spektiv konnte ich mehrmals eine weißliche Zunge (leichtes Gegenlicht)
sehen, die blitzschnell in das Gewächs gestoßen wurde. Nachdem
der Kleinspecht weggeflogen war, nahm ich die Rosengalle in Augenschein
und konnte ca. 30 leere Kammern zählen. Üblicherweise befindet
sich in jeder Kammer eine Larve, die sich verpuppt und so überwintert.
Bis heute war es mir völlig fremd, daß außer Schlupf-,
Erz- und wenigen Gallwespenarten auch Spechte Feinde dieses Rosenparasiten
sind.
Quelle: W. Lang
Botanisches über den Rosenapfel
Buchtipp: Bellmann, Heiko Geheimnisvolle Pflanzengallen 300 S. Quelle & Meyer 2010

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