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Der tausendjährige Rosenstrauch zu Hildesheim
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Als Ludwig der Fromme vor mehr als tausend Jahren zur Winterszeit in der Gegend von Hildesheim jagte, verlor er sein mit Heiligtum gefülltes Kreuz, das ihm vor allem lieb war. Er sandte seine Diener aus, um es suchen zu lassen, und gelobte, an dem Ort, wo sie es finden würden, eine Kapelle zu bauen. Die Diener verfolgten die Spur der Jagd im Schnee und sahen bald aus der Ferne mitten im Wald einen grünen Rasen und darauf einen grünenden wilden Rosenstrauch. Als sie näher kamen, bemerkten sie, daß das verlorene Kreuz daran hing. Sie nahmen es und berichteten dem Kaiser, wo sie es gefunden hatten. Sogleich befahl Ludwig, an dieser Stätte eine Kapelle zu erbauen und den Altar dahin zu setzen, wo der Rosenstrauch stand. Das geschah, und bis auf die heutige Zeit grünt und blüht der tausendjährige Rosenstrauch um die Apsis des Domes und wird von einem eigens dazu bestellten Manne gepflegt. Die Äste und Zweige des Strauches haben sogar die ersten Joche des Kreuzganges bereits umzogen. Diese Legende gibt es - im Laufe der Jahre immer wieder abgewandelt - in etlichen Variationen, die sich geringfügig unterscheiden Der "Hildesheimer Rosenstock" bzw. "Tausendjährige Rosenstock" (1573 erstmals aktenkundig erwähnt - als damals schon älteste Rose der Welt.) ist das sagenumwobene Rosengewächs an der Apsis des Hildesheimer Mariendoms ( 872 an dem Ort des Wunders erbaut) und stand Pate für das Hildesheimer Wahrzeichen – die Rose. Es handelt sich um eine Hundsrose (Rosea canina L.), die rund um die Apsis Doms, Teil des UNESCO-Welterbes, wächst. Nach dem verheerenden Bombenhagel im März 1945 war die Rose total verbrannt und unter Trümmern begraben. Wie ein Wunder erschien es den Überlebenden der Stadt, daß die Rose wieder neue Triebe entwickelte. Damit bekam die Sage vom Rosenwunder eine neue Bedeutung und man sagt, so lange diese Rose wächst, wird auch Hildesheim wachsen. Die neuere Forschung belegt lt. (Raufuß), dass an der Stelle, an der heute der Rosenstock steht, eine "heilige Quelle" war, die der germanischen Göttin Frigga (Frigg, Frija) geweiht war. Quellenheiligtümer gab es viele. Papst Gregor der Große (590-604 n. Chr.) gab den klugen Befehl, heidnische Kultstätten nicht zu zerstören, sondern für christliche Zeremonien zu nutzen. Wenn der Rosenstock blüht, gibt der Domküster jedes Jahr
eine Meldung an die Presse und das Ereignis wird veröffentlicht -
denn er blüht nicht lange (Rosenkenner wissen: er ist einmalblühend).
Literatur zum Tausendjährigen Rosenstock:
Stadt Hildesheim
Rosen in Hildesheim |

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