| Prinzessin Luise Marie Elisabeth von Preußen war die einzige
Tochter von Prinz Wilhelm von Preußen, dem späteren Deutschen
Kaiser Wilhelm I. (1797-1888), und seiner Frau Prinzessin Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach
(1811-1890, zweite Tochter des Großherzogs Carl Friedrich und der
russischen Großfürstin Maria Pawlowna Romanowa). Ihre Großeltern
väterlicherseits waren der preußische König Friedrich Wilhelm
III. und dessen Frau Prinzessin Luise von Mecklenburg-Strelitz (der berühmten
Königin Luise von Preußen).
Mit 18 Jahren heiratete sie am 20. September 1856 in Berlin
den Großherzog Friedrich von Baden (geb. 1826) und wurde damit Großherzogin
von Baden. Am 9.7. 1857 wurde der Sohn Friedrich geboren, später gebar
sie noch zwei weitere Kinder.
Luise widmete sich sehr engagiert wohltäitg in Schulen, Krankenhäusern
und Heimen und gründete 1859 in Karlsruhe den ersten Badischen Frauenverein,
Vorläufer der Rotkreuz-Schwesternschaft .
1888 verlor sie innerhalb weniger Wochen ihren jüngsten Sohn, ihren
Vater und ihren Bruder. 1907 starb ihr Mann, der in Baden zum Inbegriff des Landesvaters geworden
war.
1918 dankte ihr Sohn, Großherzig Friedrich II. ab. Die anschließende
Flucht aus Karlsruhe führte zuerst nach Zwingenberg und im Jahr 1919
ins Neue Schloss nach Baden-Baden, welches im Familienbesitz geblieben
war. Krankheitsbedingt erblindete sie.
Am 23. April 1923 starb die Verfechterin aristokratischer Ansprüche
und deren Verpflichtung zur Wohltätigkeit, deren Lebenswerk unzähligen
Menschen zum Segen gereichte, im Neuen Schloss in Baden-Baden.
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