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Rosenzüchter Louis
Claude Noisette (2.11.1772- 9.1849) / Philippe Noisette (?-1835) 
Frankreich und USA La Queue-en-Brie
und Charleston, South Carolina
Die französische
Züchterfamilie unterhielt sowohl in Paris als auch in Charleston /
USA Anfang des 19. Jhdts. einen Betrieb.
Der Vater von Louis Claude Noisette
und Philippe war Gärtner des Grafen der Provence, dem späteren
König Ludwig XVIII und hatte viele Kinder (24?).
Louis Claude arbeitete nach seiner Soldatenzeit als Gärtner im botanische Garten des Hopital du Val de Grace und
hatte dort die Aufsicht über die botanische Schule und die Gewächshäuser.
Barbier
wurde auf ihn aufmerksam und förderte ihn. Als die Gärtnerstelle
abgeschafft wurde, machte er sich um 1806 gleich nebenan - an der Rue Faubourg Saint-Jacques
51 - mit einer Baumschule selbständig,
auf die Prinz d' Esterhazy aufmerkam wurde und der ihn bat, ihm bei
der Gestaltung seiner Parks zu helfen und Pflanzen zu liefern. So kam es,
daß Louis in Deutschland, Österreich, Ungarn, Böhmen, Polen,
später auch England bereiste und die berühmtesten königlichen
und anderen Gärten dieser Gegenden kennenlernen konnte. Sein Bruder Etienne und Marie führten inzwischen seine Gärtnerei. Mit der Baumschule erschuf er sich internationalen Ruf, doch spezialisierte er
sich dann auf Rosen.
Sein Bruder Philippe
(Philip Stanislas) Noisette (?-1835) war 1795 im Auftrag der französischen
(?) Regierung nach Charleston gekommen und wurde dort leitender Gärtner
des Botanischen Gartens der staatlichen Gesellschaft für Medizin.
Er hatte Samen von einer Rose seines Nachbarn
John
Champney erhalten - 'Champney's Pink Cluster' (1811) und
daraus entwickelte Noisette in einer Kreuzung mit Rosa moschata
die berühmte 'Blush
Noisette' (1814,
(gemalt von Redouté
1821 unter dem Namen 'Rosa noisettiana')
Noisette entwickelte seine Züchtungslinie konsequent weiter - die "Noisettes", ab 1819 im Handel, waren eine aussergewöhnliche Kategorie, wurde als eigene Klasse anerkannt - die einzige in USA entstandene Rosenklasse - und erbrachten einige der großen
Rosen dieser Zeit Ab 1825 (das Jahr, in dem auch ein Katalog von
Noisette mit 1140 Sorten erschien, davon schon 35 Varianten seiner Blush
Noisette) begannen einige französische Züchter, mit seinen Sorten
zu züchten und produzierten damit viele Schönheiten.
Noisette selbst hatte 1828
bereits an die hundert, zehn Jahre später bereits 500 Varianten.
Louis Claude übernahm wohl auch von Dupont
nach dessen Tod einige Rosen.
Er war nie verheiratet und deshalb gab es
auch keine Erben.
Weitere wichtige Sorten:
'Maheca' (um 1815),
'Grand Clovis' (1825),
'Calypso', 'Maxime', 'Chateaubriand' und 'Hildegarde' 1827,
'Aphrodite' (vor 1836)
Veröffentlichungen von Noisette |
Nützliches und Schönes
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