Dr. med. Georg August Christian Krüger (30.1.1848-29.3.1926)
Crivitz / Mecklenburg / Deutschland
Dr. Krüger gehört mit
Peter
Lambert und Rudolf Geschwind zu den
"Rosenvätern der deutschen Rosenzüchtung".
Der gebürtige Mecklenburger, Naturwissenschaftler und Liebhaberzüchter
wirkte als Arzt t in der Schweiz.. Dort hatte er, um als Arzt arbeiten
zu können, die Schweizer Staatsangehörigkeit angekommen. 1886
lt. Grimm,
Alte Rosen, bzw. gesichert durch Recherchen lt.: Garten-pur
Forum ) 1896 ging er nach Freiburg / Breisgau, wo
er dann wieder die deutsche Staatsangehörigkeit annahm.
Dr. Krüger und seine Frau Elise (geborene Paravicini, Schweizerin, gestorben 29.07.1943) hatten einen Sohn und eine Tochter. Der Sohn
starb bereits in der Schweiz. Seiner Tochter, Hedwig Wagner, widmete
er (1915) eine Rose 'Frau
Hedwig Wagner'. Sie übersetzte (als Hedwig Krüger), Easlea`s
Rosenbuch für die Rosenzeitung.
Er lernte von seinem Berufskollegen
Dr.Hermann
Müller das "Rosen-ABC", überflügelte ihn aber bald mit
seinem Wissen. Als "Rosen-Doktor" war er der erste Wissenschaftler des
VDR und Gründungsmitglied des 1910 gegründeten nicht mehr bestehenden Vereins Deutscher Rosenzüchter.
Der Züchter Kordes bekennt im RJB 1953, das Krüger den Keim
zu seiner Arbeit als Rosenzüchter legte. Sein privates Rosarium in
Merzhausen wird in dem Buch von Olbrich
ausführlich beschrieben. Der Rosengarten wurde nach seinem Tod aufgelöst.
Einige Rosen wurden von Kiese
vertrieben, die späteren von Weber & Scheuermann aus Bolkenhain
(heute Bolków / Polen).
"Nach schwerer Erkrankung des obengenannten Herrn [Dr. Krüger
aus Freiburg] musste er 1912 seine Kulturen aufgeben und überwies
uns seine sämtlichen Bestände an Zuchtmaterial. Wir haben dieses
Material 3 Jahre lang beobachtet und davon das wirklich Wertvolle, was
zugleich etwas Neues darstellt, vermehrt [Weber & Scheuermann 1919,
Rosen-Zeitung 1920, S.61].
Personenfotos bei helmpmefind
Veröffentlichungen (nach Stock):
Krüger, Gustav (?-1926) (der Name ist - jetzt erwiesen - falsch,
es muß Georg heißen)
1) Die Entwicklung von Blüte und Frucht bei der Gattung Rosa
mit besonderer Berücksichtigung der Edelrosen. Mit zahlr. Abb. Sonderdruck
der Rosen-Zetung Trier 1909
2) Geschichtlich geordnete Tabelle aller Rosenarten in Rosen-Zeitung
1912 - a translation of Gravereaux with revisions by Krüger)
3) Stammbuch der Edelrosen Verlag des Vereins Dt. Rosenfreunde Trier
1906
4) Über Befruchtungen. Sommerstudie 1901 vom Rosen-Doktor m.
Abb. in Rosen-Zeitung 1903 S. 26-28, 38-41, 54-56, 67-68.
Züchtungen (nach Name)
Adeline Wolfhügel Teerose (möglicherweise nicht im Handel
gewesen)
Bolkoburg, Remontant-Hybride,
br>Brautgruss, Teehybride, weiß 1917
Burenmädel, 1911 dunkelrot
Dernburg vor
1911
Dr. Krüger`s La France 1916 Teehybride Rose; Abkömmling von
La France.
Edelfräulein, eingeführt von Kiese, 1915 weiße
Teehybride
Edelknabe 1911 (möglicherweise nicht im Handel gewesen)
Frau Bertha
Strauss 1914,
Frau Dr. Krüger, Dr. G. Krüger, vor 1911 (eingeführt
von Kiese 1919) weiß-rosa Teehybride, blüht gelegentlich nach.
Frau Hedwig
Wagner 1915
Freiburg I 1917
Freiburg II 1917; wichtige Elternsorte.
Glarona 1912, eingeführt von Kiese 1922, weiß-rosa Teehybride;
blüht gelegentlich nach.
Kynast 1917, dunkelrote Teehybride
Nordlicht 1911 Lutea-Hybride (Nicht zu verwechseln mit Nordlicht
von Kiese!)
Rübezahl, Teehybride samtig rot, 1919
Sonnenlicht
1910
Wichtige Quelle: Die Rosen von Dr. G. Krüger (Freiburg i. Br. -
Diskussion
im Garten-pur-Forum
Krüger, Dr. Samuel (Gustav?)
Dessau / Sachsen-Anhalt
Lt. Rosenzeitung 1930 S. 5 war auch dieser Züchter Krüger
Arzt (Sanitätsrat). "In den Dessauer Adressbüchern ist um 1930
der Sanitätsrat Dr. med. Samuel Krüger nachweisbar, wohnhaft
am Albrechtsplatz 5, bei dem es sich möglicherweise um den Rosenzüchter
Dr. Krüger aus Dessau gehandelt haben könnte"
Francois Joyaux schreibt zwar in seiner Enzyklopädie
der Alten Rosen, daß 'Frau
Franziska Krüger' "nach der Tochter von Gustav Krüger (etwa 1850 – 1926) benannt ist. Die Beschreibung
paßt zwar eigentlich auf obigen Georg Krüger; doch da
dieser keine Tochter namens Franziska hatte, muß wohl die Tochter
des Dessauer Züchters gemeint sein?
Züchtungen:
Rotfeuer, karminrote Teehybride 1928
Erinnerung an Brod x Belle Siebrecht, rosa-violette Kletterrose,
entstanden aus Erinnerung an Brod × Belle Siebrecht 1930
Kröger, Deutschland
Züchtungen:
Goldenes
Mainz 1927 Sport von Mme Ed. Herriot
Prof. Schmeil 1925 Lutea-Hybride,
gelb, Sport von Mme Ed. Herriot
Dem deutschen Biologe, Pädagoge und Autor Otto Schmeil gewidmet?
Vom preußischen Kultusministerium erhielt er für seine Verdienste
1904 den Professorentitel . Er gilt als Reformator des biologischen Unterrichts.
Sein botanisches Autorenkürzel lautet „Schmeil“. Beürhmt wurde
er mit dem Pflanzenbestimmungsbuch „Flora
von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten“ (Schmeil-Fitschen),
das in Zusammenarbeit mit dem Magdeburger Lehrer Jost Fitschen entstand
und erstmals 1903 erschien. Das Buch hat mittlerweile unter wechselnden
Bearbeitern über 90 Auflagen erlebt und ist nach wie vor ein Standardwerk
für Botaniker. |