Samuel McGredy,
Obergärtner wurde 1828 geboren und hatte zwei Kinder, Samuel (1861) und Dorothy. Vater und Sohn begründeten 1880 die Firma McGredy &
Söhne in Portadown / Nordirland; ihre Spezialitäten waren Obstbäume,
Sträucher und Ausstellungsnelken. In jenen Tagen waren Nelken sehr
beliebt und mit diesen machte er gute Geschäfte.
Als er 1903 starb, hinterließ er ein gut gehendes Geschäft,
einen Sohn und einen sechs Jahre alten Enkelsohn.
Samuael McGredy
II
erkannte dann, dass Rosen ein besseres Geschäft zu werden
versprachen, als Nelken es je gewesen waren. Dafür gab es einen einfachen
Grund, nämlich die Teehybride 'Caroline Testout'. Diese moderne Art
von Rosen hatte bewiesen, dass jedermann wunderschöne Rosen in Hülle
und Fülle genießen konnte, wie klein auch sein Grundstück
sein mochte. Und so stellte er auf Rosenzucht um. Er heiratete Magaret
Davison, die zwei Töchter gebar (Ethel und Ivy) sowie den Sohn
Samuel (1897)
1905 schließlich, nach zehn Jahren Arbeit, gewann er mit
seiner lachs/pinkfarbenen 'Countess of Gosford“ die Goldmedaille der National
Rose Society.
1912 schrieb er, gar nicht von sich eingenommen, "dass seine 'British
Queen die feinste weiße Rose wäre, die existiert."
Dies währte jedoch nicht lange, denn 1914 hatte er 'Florence Forrester'
anzubieten, "die größte aller weißen Rosen" .
1915 folgten 'National
Emblem', 'Cheerful'
und Mrs. Franklin Dennison“ und nun gewann er regelmäßig Goldmedaillen
mit seinen Rosen, z. B. der gelben 'Golden
Emblem' (1917) mit der 'The
Queen Alexandra Rose', letztere 'auf spezielle Empfehlung benannt nach
unserer geliebten Königin Alexandra'. Miss
Willmott folgte 1916.
1921 bekam er die Dean Hole Medaille der National Rose Society verliehen.
Die Rosenwelt nannte ihn den "Irischen Zauberer".
Sam McGredy verstarb plötzlich und unerwartet im April 1926,
während mancher seiner schönsten Sorten auf ihre Einführung
warteten. Das Rose Annual schrieb anlässlich seines Todes: 'einer
der edelsten, nach vorne gerichtetsten und bewußtesten Rosarier,
die es je gegeben hat.'.
Unter dem dritten McGredy -
Samuel McGredy III
- erhöhte die Firma ihre Rosenproduktion. Produzierte sie 1928 etwa 800.000 Rosen steigerte sie sich auf eine Million,
wofür sie etwa vierzig Hektar Land benötigte.
Unter Sam II hatten sie niemals ihren eigenen Namen für Sortenbezeichnungen
benutzt, aber das änderte sich 1927 mit der Einführung von 'Margaret
McGredy', der Mutter des dritten McGredy zu Ehren. Sie wurde ein Elternteil
der Weltrose 'Gloria
Dei' . Danach tauchte der Name McGredy gelegentlich unter den Sortennamen
auf - 1929 'Mrs Sam
McGredy', 1933 'McGredy’s
Yellow', Paddy McGredy 1962 (wichtige Elternsorte), Kathryn
McGredy (1996).
Dann erlitt McGredy III plötzlich einen Herzinfarkt und
starb im November 1934. Er war nur 38 Jahre alt.
Sam Davison McGredy IV
war zu dieser Zeit zweijährig; ein Rat von vier Treuhändern (u.
a. sein Onkel Walter Johnson - 'Uncle
Walter') wurde eingesetzt, um die Firma zu betreiben, bis er
alt genug war, die Firma zu übernehmen. 1945 wurde die Rose Grey
Pearl eingeführt.
Der Enkel des Firmengründers übernahm dann 1953
die - allerdings heruntergekommene, über den Krieg vernachläsigte
- Firma, die nur aus Traditionsgründen am Leben erhalten geblieben
war. Er bereiste Europa, lernte Reimer Kordes in Deutschland,
Nils Poulsen in Dänemark und Jan Spek in Holland kennen, las alle
Rosenbücher, die er erreichen konnte und setzte die gewonnen Erkenntnisse
dann um, um die Firma wieder auf die Beine zu bringen.
Die erste Rose, die er als seine eigene bezeichnen konnte war 'Salute',
eine kirschrote und gelbe Floribunda, die 1958 eingeführt wurde.
1959 verlobte er sich mit Maureen McCall, (Trauzeugen waren die Rosenzüchter Reimer
Kordes und Niels Poulsen)- Zwei Töchter wurden geboren, Kathryn und
Maria. Aus diesem Jahr stammt ''Orangeade
, eine wichtige Elternsorte.
Die Rose 'Elizabeth of Glamis' (in Deutschland:
Irish Beauty) ,
gewidmet der englischen Königinmutter, errang 1963 alle bedeutenden Ehrungen, einschließlich der
höchsten, die "President’s International Trophy" und wurde eine wichtige
Elternsorte.
1963/1964 verwirklichte Sam McGredy IV mit Kollegen wie Pat
Dickson seinen Traum von einem Rosen-Prüfungsgarten in Nordirland
und legte "The City of Belfast
International Rose Garden" im Sir Thomas & Lady Dixon Park an,
der 2000 den Preis "Award of Garden Excellence" bekam.
Weitere Rosenzüchtungen der MC Gredy`s:
Chanelle (1959)
Piccadilly
(1960),
Mischief und Irish Wonder 1961
Casino (1963),
1964 Händel und
Arthur
Bell 1965,
Jan Spek , City
of Leeds (RNS Gold 1965) und Kronenbourg 1966
Bantry Bay
1967
City of Belfast
und Schwanensee
1968,
Electron und
Courvoisier(1970),
Bekannt wurden vor allem seine "Hand-Painted-Roses" = "handgemalte"
Rosen; die erste nannte er 1971
Picasso
So etwas war völlig neu, es folgten einige andere, einschließlich
Matangi
(1974),
Eyepaint (1975),
Maestro und Kobold (1980) und Papagena (1992, (Glasgow-Preis 1994), , die sich alle durch ihre Buntheit auszeichnen. 'Papageno' folgte 1989. Kein
anderer Züchter hat so viele ungewöhnlich farbige Rosen produziert.
1972 wanderte er nach Neuseeland aus, in der Hoffnung, das
dortige Klima werde seine Rosenzuchtarbeit begünstigen. Seine
dritte Tochter Clodagh wurde in Neuseeland geboren, dann aber trennten
sich Sam und Maureen. Seine zweite Frau Jilian half ihm jetzt bei
der Rosenzucht.
1977 erhielt seine Rose
Happy Wanderer das
erste Mal das ADR-Prädikat.
Dublin Bay
wurde 1992 zur "Besten Kletterrose Neuseeland ".
Weitere, in Neuseeland gezüchtete Rosen von McGredy:
The Sun ( Gold Madrid 1973) 1972.
Anytime (1973,
wichtige Elternsorte),
Badener Gold
1974,
Young Quinn
1975,
Trumpeter 1977
Grand Hotel
Sundowner und
Kaikoura
1978
Benson
& Hedges Gold, Buffalo
Bill (Regensberg) 1979
Schneeteppich und Hotel Royal
1980
Rainy Day und
Dorola
1982,
Waikiki,
Olympiad
1983
Angelita 1984
Heckenzauber und Rock ´n´
Roll 1984,
Solitaire 1986,
West Coast 1987
Penthouse
(1988),
New Zealand und Candella 1990,
Firefly 1991,
Phantom 1992,
Chaumont 1993,
Trinity (II), Old Port 1994
Heinrich
Siesmayer 1996,
Asja 1997
Aperitif, Golden
Lady, Moody Blues
und
Octoberfest 1998
Quelle: Biographie in Harkness,
Makers of heavenly Breeders
Buchveröffentlichungen
der McGredy`s
Linktipp
Portadown-Fotos und mehr
|